Bücher & Werke

Zu wenig vom Guten

Wie findet man seinen Platz in der Gesellschaft und in der eigenen Familie? Wie grenzt man sich ab und gehört gleichzeitig dazu? In ihrem Debütroman Zu wenig vom Guten erzählt Katinka Ruffieux vom Erwachsenwerden, dem kulturellen Dazwischen einer Migrantin zweiter Generation, von zwei sehr unterschiedlichen Schwestern und wie Familiengefüge durch Verluste ins Kippen geraten.

Unverstellt und unmittelbar blickt die Autorin auf eine von Flucht und Brüchen geprägte Einwanderer-Familie. Dabei reflektiert sie zutiefst menschliche Themen wie Heimat, Verlust, Akzeptanz und Identitätsfindung.

Endlich echte Schweizerin werden – das ist der größte Wunsch der namenlosen Ich-Erzählerin mit ungarischen Wurzeln. Doch die familiären Bande sind so eng wie das Arbeiterhaus, in dem sie sich mit ihrer älteren Schwester und dem Großvater das Zimmer teilen muss. Nach dessen Tod driftet die Familie zusehends auseinander, und die ältere Schwester bricht aus – sie ist kaum noch zu Hause, stürzt sich in die Jugendunruhen, die Anfang der 80er-Jahre das konservative Zürich aufmischen. Für die Jüngere ist klar: Nur eine von ihnen darf rebellieren. Doch als ihre Schwester eines Tages ganz verschwindet, begibt sie sich auf deren Spuren. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen.

Auf den Spuren der Literatur

Der Raum Zürich mit seinen Landschaften hat Schriftstellerinnen und Schriftstellerinnen seit je zu Gedichten und Texten inspiriert. Die schreibenden Frauen und Männer bieten einmalige Gelegenheiten, wunderbare Orte und Ecken des Kantons Zürich aus einem Blickwinkel neue kennenzulernen. Im Zentrum stehen attraktive Wandertouren rund um die Stadt, den Zürichsee sowie das Zürcher Ober- und Unterland.

»Auf den Spuren der Literatur« stellt 20 Künstlerinnen und Künstler vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart vor, unter anderem James Joyce, Mascha Kaléko, Thomas Mann, Ruth Schweikert oder Charles Lewinsky. Ob Spaziergang, sportliche Tour oder gar mit dem Velo – jeder Leser, jede Leserin findet unter den verschiedenen Varianten den passenden Ausflug. Wer lieber zu Hause im Buch stöbert, findet Porträts der literarischen Persönlichkeiten und konkrete Lesetipps aus ihrem Gesamtwerk.

Kalter Kaffee

Am 5. November 1975 drang es zu später Stunde erstmals in die helvetischen Stuben und Schlafzimmer: das »Schreckmümpfeli«.
Seither gingen gegen tausend von diesen ironischen Kurzkrimis über den Sender. Der Sendetermin wurde zur Fixzeit für Hörerinnen und Hörer, die sich ohne beschleunigten Puls und Kribbeln im Bauch nicht mehr unter die Bettdecke verkriechen mochten. Das Schreckmümpfeli wurde bald Kult und ist bis heute lebendig und attraktiv geblieben.


Kalter Kaffee

Eine Augen-OP geht ins Auge!

Mit: Christian Heller (Jo)
Bodo Krumwiede (Tom)
Tontechnik: Tom Willen
Regie: Johannes Mayr
Produktion: SRF 2022
Dauer: 09:20 Minuten

Weiteres

Kurzgeschichte:
»Streuner«
Wettbewerb Literaturhaus Zürich 2019
Jahresthema: Zahlen
Monatsthema: 13

Anthologien:
»Pax Vobiscum«
Vidal Verlag, Winterthur 2018
ISBN 978-3-9524532-9-2

Lyrik:
Endlich Luft holen
Neue Cranach Presse, Kronach, 2018
Bleisatz in Handsatz, Auflage 400

Leichte Fracht
Haiku-Jahrbuch 2017
Tübingen: Edition Blaue Felder, 2018
ISBN: 978-3-96039-016-9

Unruhige See(le)
Haiku/Tanka/Senryu
in Kooperation mit der "Deutschen Haiku-Gesellschaft", 2017
ISBN: 978-3-7448-3363-9


Stimmen

Kunstvoll und gekonnt, mit jener Portion Witz, die das Schwere leicht macht und mit Sätzen, die man festhalten will.

Termine

03. Februar 2026, 09:00 Uhr

Lesezirkel TERZO

Private Veranstaltung mit anschliessender Diskussion in Schlieren.

Thema: Züri brennt. Die Jugendunruhen in den 80-er Jahren in Zürich

03. März 2026, 19:00 Uhr

Literaturhaus München

"Von Königinnen & Rebellinnen"

Meike Rötzer trifft Anja Gmeinwieser & Katinka Ruffieux

29. März 2026, 13:00 Uhr

Wortlaut Literaturfestival
St. Gallen

"über:setzen"

Katinka Ruffieux und Julia Sutter

Zwei Debütantinnen im Gespräch

Textbüro

Lektorat & Redaktion

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Über mich

Katinka Ruffieux (-Szőke), geboren 1968, wuchs in der Nähe von Zürich auf. Ihre Ausbildung zur Tourismusfachfrau führte sie zunächst auf Reisen, bevor sie in die Finanzwirtschaft wechselte. Erst spät entschied sie sich für ein Germanistikstudium an der Universität Zürich. Noch während des Studiums orientierte sie sich neu und begann an der Schule für Angewandte Linguistik SAL eine Weiterbildung zur Lektorin. Heute arbeitet sie freiberuflich. Die Autorin mit ungarischen Wurzeln lebt mit ihrer Familie an der «Pfnüselchüschte», wie das linke Ufer des Zürichsees im Volksmund liebevoll genannt wird.

Auszeichnungen:

2022/23 Stipendiatin an der Bayerische Akademie des Schreibens im Literaturhaus München

2022 LeseZeichen der Stadt Hildesheim für «Schatten» (Lyrik)

2019 Kurzgeschichte: «Streuner», Literaturhaus Zürich

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